Naturheilpraxis Ehrlinspiel

Krebsvorsorge mit gesunder Ernährung

Der Beitrag „Krebsvorsorge mit gesunder Ernährung“ erschien in Aktuelle Gesundheitsnachrichten, Heft 10/2013, herausgegeben von der Europäischen Akademie für Naturheilverfahren und Umweltmedizin (EANU). Der Beitrag beginnt auf Seite 52 und stellt verschiedene Lebensmittel vor, denen damals eine besondere Schutzwirkung zugeschrieben wurde.

Aus heutiger Sicht ist eine wichtige Ergänzung notwendig: Kein einzelnes Lebensmittel kann Krebs verhindern oder behandeln. Die aktuelle Forschung betrachtet vielmehr das gesamte Ernährungsmuster, das Körpergewicht, Bewegung und weitere Lebensgewohnheiten.

Welche Lebensmittel nennt der Beitrag von 2013?

Der Zeitungsausschnitt nennt insgesamt 15 Lebensmittel beziehungsweise Lebensmittelgruppen:

  • Kohl und Sauerkraut
  • Grüner Tee
  • Knoblauch
  • Soja
  • Brokkoli
  • Tomaten
  • Hering
  • Vollkornbrot
  • Rotwein
  • Curry beziehungsweise Kurkuma
  • Sellerie
  • Äpfel
  • Olivenöl
  • Zitrusfrüchte
  • Dunkle Schokolade

Der damalige Artikel ordnet einzelnen Inhaltsstoffen wie Ballaststoffen, Polyphenolen, Omega-3-Fettsäuren, Lycopin oder sekundären Pflanzenstoffen bestimmte Wirkungen zu. Einige dieser Zusammenhänge werden weiterhin wissenschaftlich untersucht. Daraus lässt sich jedoch nicht ableiten, dass ein einzelnes Lebensmittel vor Krebs schützt.

Was gilt nach heutigem Wissensstand?

Aktuelle Empfehlungen zur Krebsprävention setzen nicht auf einzelne „Superfoods“. Empfohlen wird eine Ernährung, in der Vollkornprodukte, Gemüse, Obst, Hülsenfrüchte und andere ballaststoffreiche pflanzliche Lebensmittel einen großen Anteil ausmachen.

Eine ballaststoffreiche Ernährung kann unter anderem das Risiko für Darmkrebs senken. Gleichzeitig hilft eine ausgewogene Ernährung dabei, ein gesundes Körpergewicht zu halten – auch das spielt für die Krebsprävention eine wichtige Rolle.

Ebenso wichtig ist, stark verarbeitete Lebensmittel, zuckerreiche Getränke sowie übermäßigen Verzehr von rotem und verarbeitetem Fleisch zu begrenzen. Ernährung ist dabei immer nur ein Teil der Vorsorge. Bewegung, Nichtrauchen und ein verantwortungsvoller Umgang mit weiteren Risikofaktoren gehören ebenfalls dazu.

Wichtig zum Punkt Rotwein: Der Beitrag aus dem Jahr 2013 führt Rotwein wegen des enthaltenen Resveratrols als mögliches Schutzmittel auf. Nach heutigem Wissensstand ist diese Empfehlung überholt. Alkohol erhöht das Risiko für mehrere Krebsarten; eine gesundheitlich unbedenkliche Menge im Hinblick auf Krebs lässt sich nicht angeben.

Gesunde Ernährung bedeutet Vielfalt

Für den Alltag ist deshalb weniger entscheidend, ob ein bestimmtes Lebensmittel auf einer Liste steht. Wichtiger ist eine vielfältige Ernährung mit möglichst vielen unterschiedlichen pflanzlichen Lebensmitteln, Vollkornprodukten und ausreichend Ballaststoffen.

Auch Nahrungsergänzungsmittel ersetzen dieses Ernährungsmuster nicht. Sie sollten zur Krebsprävention nicht ohne konkreten Anlass oder individuelle Beratung eingesetzt werden.

Wer seine Ernährung aufgrund einer Erkrankung, familiärer Vorbelastung oder besonderer Risikofaktoren verändern möchte, sollte dies individuell besprechen.

Originalbeitrag aus Aktuelle Gesundheitsnachrichten

Quelle: Aktuelle Gesundheitsnachrichten, Heft 10/2013, Beitrag „Krebsvorsorge mit gesunder Ernährung“, ab Seite 52. Herausgeber: Europäische Akademie für Naturheilverfahren und Umweltmedizin (EANU).
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Häufige Fragen

Kann eine bestimmte Ernährung Krebs verhindern?
Eine Garantie gibt es nicht. Eine insgesamt ausgewogene, pflanzenbetonte und ballaststoffreiche Ernährung kann jedoch dazu beitragen, das Risiko für bestimmte Krebsarten zu senken.

Gibt es einzelne Lebensmittel, die besonders vor Krebs schützen?
Die heutige Forschung bewertet eher Ernährungsmuster als einzelne Lebensmittel. Vielfalt ist deshalb sinnvoller als die Konzentration auf vermeintliche „Superfoods“.

Sind Nahrungsergänzungsmittel zur Krebsprävention sinnvoll?
Zur allgemeinen Krebsprävention werden Nahrungsergänzungsmittel nicht empfohlen. Ob im Einzelfall ein Mangel besteht und eine Ergänzung sinnvoll ist, sollte individuell beurteilt werden.