Blutegeltherapie
Ein altbewährtes Heilverfahren
Die Blutegeltherapie ist ein traditionelles naturheilkundliches Verfahren. Heute steht weniger der Blutentzug selbst als vielmehr die beim Saugvorgang abgegebene Wirkstoffkombination des Blutegels im Mittelpunkt.
Ob eine Blutegelbehandlung im Einzelfall sinnvoll und medizinisch vertretbar ist, wird vor der Behandlung ärztlich geprüft. Dabei werden Beschwerden, Vorerkrankungen und Medikamente berücksichtigt.
Blutegel werden für medizinische Zwecke speziell gezüchtet und unterliegen als Arzneimittel besonderen Qualitätsanforderungen.
Weitere Hintergrundinformationen finden Sie auch im Vortrag zur Blutegeltherapie.
Mögliche Anwendungsgebiete
Zu den möglichen Einsatzbereichen, die in der ärztlichen Praxis individuell geprüft werden, gehören unter anderem:
- schmerzhafte Gelenkarthrosen
- rheumatische Erkrankungen
- Gürtelrose
- Mittelohrentzündung
- arterielle Hypertonie
- akuter Gichtanfall
- venöser Rückstau, zum Beispiel im Bereich der Traumatologie, Handchirurgie oder plastischen Chirurgie
Wichtig: Die Eignung der Blutegeltherapie hängt immer von der persönlichen gesundheitlichen Situation ab. Eine individuelle ärztliche Beurteilung ist deshalb Voraussetzung.
Häufige Fragen zur Blutegeltherapie
Wie läuft eine Blutegelbehandlung ab?
Nach der ärztlichen Prüfung werden die Blutegel gezielt an den vorgesehenen Hautstellen angesetzt. Sie lösen sich nach dem Saugvorgang selbst. Anschließend wird die Stelle mit einem geeigneten Verband versorgt.
Ist eine Nachblutung normal?
Eine Nachblutung gehört zur Blutegeltherapie und kann noch mehrere Stunden anhalten. Sie erhalten Hinweise zur Versorgung und dazu, worauf Sie nach der Behandlung achten müssen.
Ist die Behandlung für jeden geeignet?
Nein. Bestimmte Erkrankungen, eine erhöhte Blutungsneigung oder einzelne Medikamente können gegen eine Behandlung sprechen. Deshalb wird vorab immer die persönliche Situation besprochen.
Wie viele Behandlungen sind nötig?
Das lässt sich nicht pauschal festlegen. Anzahl und Abstände richten sich nach dem Beschwerdebild und dem Verlauf.
Was kostet die Behandlung?
Die Kosten werden vor der Behandlung besprochen. Ob eine private Krankenversicherung oder Beihilfe Kosten übernimmt, hängt vom jeweiligen Tarif und Vertrag ab.